Vierundzwanzigstes Zitat-Türchen – 24. Dezember – Mittwoch, Heilig Abend

Stern24_mit Sternchen

„Aus meiner tiefsten Seele zieht

Mit Nasenflügelbeben

Ein ungeheurer Appetit

Nach Frühstück und nach Leben“ 
(Joachim Ringelnatz)


Dieses Zitat formuliert im Grunde unsere Motivation, minimalistisch zu leben. Nichts soll uns ablenken, von diesem wundervollen, bedeutenden, wichtigen Leben!

24. Dezember, Heilig Abend – der Adventskalender ist vollendet.
Vielen Dank, dass ihr unsere Gedanken bis hier verfolgt habt. 
Wir freuen uns, wenn ihr unserem Blog weiterhin gewogen bleibt und vorbei schaut 🙂
Und last but not at all least:
Wir wünschen euch ein wundervolles Weihnachtsfest mit viel Zeit für eure Lieben, guten Gesprächen oder einfach bereicherndem Beisammen-Sein!

Euer Weggedacht-Team Andrea und Chris

 

Joachim Ringelnatz hieß im bürgerlichen Leben Hans Gustav Bötticher. Er war Schriftsteller, Kabarettist und Maler.
Wenn man über sein Leben liest, hat man den Eindruck, dass er nie so richtig angekommen ist, nie seinen Platz gefunden hat. Zeitlebens hatte er auch finanziell zu kämpfen.
Geboren wurde Ringelnatz 1883 in der Nähe von Leipzig. Seine Eltern waren beide künstlerisch tätig. Sein Vater verfasste lustige Verse und schrieb Kinderbücher. Ihm eiferte Ringelnatz nach. Die Schule war nichts für ihn. Wegen seines Aussehens wurde er gehänselt. Er blieb zwei mal sitzen, flog vom Gymnasium und machte einen Abschluss auf einer Privat-Realschule. Ein Lehrer schrieb über ihn, er sei “ein Schulrüpel ersten Ranges”.
Nach der Schule wollte er zur See fahren. Die nächsten Jahre wechselten Heuern auf Schiffen mit Phasen der Arbeitslosigkeit und verschiedenen Aushilfsjobs ab. Ab 1903 durfte er – wegen mangelnder Sehschärfe – nicht mehr als Matrose arbeiten, war aber dennoch 1904 noch bei der Marine. Danach verdingte er sich wieder in verschiedenen Jobs an wechselnden Orten. Manchmal vegetierte er in schlechten kleinen Kammern dahin und war auf Essensspenden angewiesen. Als Herumtreiber landete er auch mal im Gefängnis.
Als er ab 1909 in der Münchener Künstlerkneipe Simplicissimus auftrat wurde er rasch bekannt. Die finanzielle Not blieb jedoch.
Im ersten Weltkrieg meldete er sich freiwillig zur Marine.
Ab 1920 ist er viele Monate im Jahr auf Tournee und 1920 heiratet er auch. Das Paar muss immer sparen, aber durch die Auftritte haben sie ein Einkommen.
1923 ist die erste erfolgreiche Auktion seiner Bilder. Es folgen auch noch weitere Ausstellungen. 1925 verkauft er zwei Gemälde.
Unter den Nationalsozialisten erhält Joachim Ringelnatz Auftrittsverbot und fast alle seine Bücher werden verbrannt. Er und seine Frau verarmen rasch und sind auf die Hilfe von Freunden angewiesen.
Ringelnatz ist schon immer gesundheitlich anfällig. 1934 stirbt er mit 51 Jahren an Tuberkulose. Er ist in Berlin bestattet.

Quellen: Wikipedia und “Der literarische Katzenkalender

0 Antworten

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Wollen Sie an der Diskussion teilnehmen?
Feel free to contribute!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*