Dritter Adventssonntag – Weihnachtsgeschenke für Minimalisten: Persönliches in digitaler Form schenken

advent-dritte Kerze - PIXABAY-Fremdfoto

Herzlich willkommen zu unserem dritten Adventssonntag-Kalender-Türchen!

Heute möchten wir dir Geschenk-Ideen vorstellen, die sehr persönlich sind und höchstens den Platz einer CD oder eines USB-Sticks einnimmt – und das auch nur, wenn du mehr als nur einen Link verschenken möchtest.

Es geht um biografische Geschenke in digitaler Form …

 Dem anderen Anteil an deinem Leben schenken

 

Biografische Geschenke erzählen etwas von dir und – im besten Fall – auch von dem / der Beschenkten und eurem Verhältnis zueinander.

Sie machen dich erlebbar, auch wenn du viele hundert Kilometer entfernt wohnst.
Du schenkst Zeit und damit jede Menge Zuwendung: Die Zeit die du zum Erstellen brauchst, die Zeit, in der der / die Andere dein Geschenk anschaut und anhört und sich dir näher fühlt, weil sie / er dich sieht und hört.

Als erstes fallen vielen hier Fotoalben oder Filme ein. Wir haben heute Audio-Ideen für dich.

CD mit deiner Stimme

Jemanden mit deiner Stimme zu beschenken, ist ein ganz wunderbares, persönliches Geschenk, das sich vor allem gut eignet für liebe Menschen, die dich nur selten life hören, weil sie einfach zu weit weg wohnen.

Drei verschiedene Ideen möchten wir dir vorstellen:

  • Gesprochenen Erinnerungen
    Du kannst aus deinem Leben erzählen. Das eignet sich gut für Familienangehörige. Beispielsweise können Eltern ihren Kindern die Familiengeschichte erzählen. Enkel können ihren Großeltern aus ihrem Leben berichten, vom neuen Studium zum Beispiel, vom letzten Urlaub oder auch von besonders schönen Erlebnissen mit den Großeltern erzählen, an die sie sich erinnern.
    Aber es müssen auch nicht nur Erinnerungen sein. Was liegt dir am Herzen, was magst du und warum? Erzähl von dir!
  • Lieblingstext(e) von dir gelesen
    Welche Texte oder Gedichte berühren dein Herz besonders? Welche Texte liebt der / die Beschenkte ganz besonders? Lies vor, was dir oder euch am Herzen liegt. Wenn du möchtest, pack ein paar Lieblingslieder zwischen die einzelnen Texte.
  • Erinnerung und Lieblingstexte(e)
    Natürlich lassen sich biografisches Erzählen und Vorlesen auch ganz wunderbar kombinieren! Es sagt ja niemand, dass das Geschenk nur eine halbe Stunde lang sein darf!

 

Tipps zu Tonaufnahmen

Du kannst einfach mit Deinem Smartphone oder mit deinem Rechner aufnehmen. Dazu ist ein externes Mikrofon schön, aber nicht nötig. Das eingebaute Mikro tut es in der Regel auch.

Starte mit einer Probeaufnahme

Mach eine Probeaufnahme, damit du weißt wie es am besten klingt. Dazu veränderst du deinen Standort während der Probeaufnahme und sagst, von wo aus du gerade sprichst. Das macht die Auswertung der Probeaufnahme sehr einfach.
Du sagst also beispielsweise:
“Jetzt bin ich mit meinem Mund nur 10 Zentimeter vom Mikrofon entfernt …… jetzt bin ich immer noch nur 10 Zentimeter vom Mikrofon entfernt, habe aber noch einen Windpuschel auf dem Mikrofon …. jetzt bin ich ungefähr einen halben Meter vom Mikrofon entfernt ……”

Die Klangfarbe deiner Stimme und warum lächeln Sinn macht

Denke beim Sprechen daran, dass man deinen Gesichtsausdruck “mithört”. Deine Stimme klingt anders, wenn du normal guckst, lächelst, stehst oder sitzt, etc.
Experimentiere damit.

Nicht vor deiner ungewohnten Stimme erschrecken!

Wenn du noch nie (oder selten) deine eigene Stimme aus “Konserve” gehört hast, dann wirst du wahrscheinlich denken, dass sie mega-gruselig klingt! Sprich trotzdem dein Geschenk! Ich sage dir auch warum:

  • Der / die Beschenkte (und alle anderen außer dir) hören deine Stimme ziemlich genau so, wie du sie bei einer Aufnahme auch hörst. Sie kennen (und mögen) deine “gruselige” Stimme also sowieso schon!
  • Je mehr du deine eigene Stimme auch auf Aufnahmen, also quasi “von außerhalb deines Kopfes” hörst, umso mehr gewöhnst du dich daran. Irgendwann wird ihr Klang auch für dich selbst okay sein.

Woran liegt es, dass wir uns selbst so anders hören, als uns alle anderen hören?

Unser Kopf ist ein Klangkörper. Wenn wir reden, dann sind alle Knochen unseres Kopfes, unser ganzer Kopf ein Resonanzkörper. Das hören wir alles mit, weil unsere Ohren ja in diesem Resonanzkörper stecken. Die Ohren der anderen stecken aber nicht darin.
Es ist so ähnlich, als wenn du deinen Kopf in einen Schrank steckst. Wenn dann jemand an den Schrank klopft klingt es auch ganz anders als wenn du außerhalb des Schrankes einen Meter daneben stehst.

Und die Technik?

Nicht erschrecken, so schlimm ist es nicht.
Vielleicht nimmt dein Smartphone oder dein Rechner sowieso schon in dem Datei-Format auf, das der / die Beschenkte abspielen kann.
Wenn nicht, dann suche dir ein Programm, was in MP3 umwandeln kann, da dies das verbreitetste Format für Audiodateien ist.
Wenn du noch weitere Hilfe brauchen solltest, dann google nach den entsprechenden Formaten und “Umwandlung”, “Converter” oder “Hilfe”. Du findest viele Anleitungen!
(Falls du im Programm selbst nach Einstellungen gefragt wirst: Sprache ist ab 64 kbit/s okay, du kannst auch 96 kbit/s nehmen. Wenn du Musik dabei hast, nimm 128 kbit/s oder höher. Wenn du eine feste (fixed) Bitrate wählst, können auch ältere Player die Datei abspielen)

Das hier ist jetzt natürlich keine umfassende technische Hilfe, das würde den Rahmen sprengen. Meist ist es aber wirklich ganz einfach. Also trau dich dran!

 

Und jetzt viel Spaß beim Planen und Verwirklichen deiner Weihnachtsgeschenke!

Hab eine schöne Advents-Zeit!

Viele liebe Grüße!

Andrea + Chris

 

PS: Noch mehr Geschenkideen für Minimalisten findest du auf  weggebracht.de, wo du dich auch für einen Newsletter eintragen kannst (der nur dann kommt, wenn es wirklich etwas zu berichten gibt – hauptsächlich also, wenn neue Ausräum-Kurse starten!).

(Foto-Quelle: Pixabay)

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