“Das zweite Leben der Dinge” oder “Und nun wohin damit?”

Das, was wir aussortieren, sind gute Sachen, manchmal sogar Dinge, an denen man noch ein bisschen hängt oder die einmal sehr viel bedeutet und manchmal auch gekostet haben. Wir wollen, dass sie ein gutes neues Zuhause bekommen. Also wohin damit, wenn es Zeit ist, dass sie weiter wandern?

Auf dem letzten Minimalistenstammtisch in Düsseldorf kam darauf auch die Sprache. Und es stellte sich heraus, dass viele Interesse an einer Zusammenstellung von “Abgabestellen” verschiedenster Art hatten und dass auch längst nicht jede und jeder alles kannte – wir auch nicht.

Daher listen wir hier mal alles auf, was wir im Raum Düsseldorf und online kennen. Diese Liste ist ganz subjektiv und gibt nur unsere Erfahrungen wieder. Aber wir hoffen auf viele Ergänzungen von Euch!

Liebe Grüße und viel Spaß beim Loslassen!

Online:

verkaufen:

  • Amazon: Bei Amazon Trade-In kann man Bücher, DVDs, Blue Rays, Video-Spiele, Handys und Tablet-Computer verkaufen. Die Abwicklung ist sehr schnell.
    Nachteil: Es gibt kein Bargeld, sondern einen Amazon-Gutschein über den Betrag.
  • Momox: Bei Momox kann man Bücher, CDs, DVDs, Blue Rays, Video-Spiele und Software verkaufen. Momox-Fashion kauft Kleidung an – das haben wir aber noch nie ausprobiert. Momox sind – so finden wir – die unkompliziertesten. Hier ist es auch kein Problem, wenn eine CD- oder DVD-Standardhülle beschädigt ist (außer es handelt sich um Sondereditionen in besonderen Hüllen oder um eine Papp-Hülle). Sie nehmen auch Remittenden-Bücher (die mit Mängel-Exemplar-Stempel) an. Das Geld wird auf’s Bank-Konto überwiesen.
  • reBuy: Bei reBuy kann man Handys, Bücher, CDs, DVDs, Blue Rays, Video-Spiele, Software, Elektronik (u.a. auch Fotoapparate, Objektive, Tablets, …) verkaufen. Das Geld kann man sich aufs Bankkonto auszahlen lassen oder zum Einkauf auf reBuy benutzen.

Wir probieren immer alle drei Ankäufer durch und wo’s am meisten gibt, da kommt der Artikel dann hin. Die Preisdifferenz zwischen den einzelnen Ankäufern ist bei ein und dem selben Artikel manchmal extrem unterschiedlich – bis zum Faktor 10. Es lohnt sich also zu vergleichen!
Man sollte ein bisschen was zusammenkommen lassen, bevor man startet, weil sie alle Mindest-Werte haben, die man pro Paket zusammenbekommen muss / sollte.
Das Paket selbst kann man dann kostenlos mit einer aufgeklebten Paketmarke verschicken. Die Paketmarke bekommt man zugemailt, sobald die Eingabe aller Artikel fertig ist und man den Verkauf abschließt.
Teilweise kann man das gepackte Paket auch zuhause abholen lassen.

Tipp: Wenn man viel verkauft, lohnt sich die Anschaffung eines Barcode-Scanners (physisch oder als App). Das spart beim Eingeben wirklich sehr viel Zeit.

spenden:

  • Sozial-Aktien-Gesellschaft: Was man ihnen schickt, wird auf Ebay verkauft und der Erlös wird der Einrichtung oder dem Verein überwiesen, den man angibt 🙂
    Die Sozial-AG MitarbeiterInnen machen das ehrenamtlich bzw. im Rahmen von Beschäftigungsprojekten auf Basis von 1-Euro-Jobs. Das Zuschicken ist auch ganz unkompliziert: per E-Mail beantragt man eine Paketmarke. Die klebt man dann auf das fertige Paket und ab damit zur Post. Porto ist schon bezahlt 🙂
  • Für alte, kaputte Handys, Kabel, Druckerpatronen und andere technische Geräte die in einen Maxibrief passen:
    Hier gibt es verschiedene Stellen.
    Wir schicken unsere alte, kaputte Technik zum ordentlichen Recyclen hierhin:
    http://www.alba.info/standorte/eppingen/alba-electronics-recycling-gmbh.html
    Eine kostenlose Paketmarke bekommt Ihr über die Deutsche Post:
    http://www.deutschepost.de/de/e/electroreturn.html
  • Für alte, funktionsfähige Smartphones:
    Die Rainforest Connection baut mit alten Smartphones ein Überwachungsnetz in geschützten Regenwaldgebieten, das Motorsägen-Geräusche automatisch meldet und so die Vertreibung oder Festnahme der Verantwortlichen ermöglicht.
    Hier ist ein deutscher Artikel über die Organisation auf Spektrum.de.
    Und hier ihre englische Homepage: https://rfcx.org/
    Leider haben wir hier nur die amerikanische Adresse gefunden und keine deutsche Sammelstelle … und dass jedes Smartphone einzeln nach Amiland geschickt wird, macht ja keinen Sinn….. Also falls jemand etwas von einer Sammelstelle bei uns weiß (oder eine gründen möchte): nur her mit den Infos!
    Alternativ kann man die Rainforest Connection natürlich auch mit Geld-Spenden unterstützen.

 

Offline

verkaufen:

  • DVDs und CDs bringen wir auch nach Essen zum Andrä. Sie haben außerdem Filialen in Münster, Dortmund, und Duisburg. Man gibt seinen Stapel ab und ca. 20 Minuten später erfährt man, für wie viel Geld sie die Sachen ankaufen würden. Dann kann man sich entscheiden und bekommt Bargeld für das, was man verkauft.
    In Essen sind sie immer sehr nett. Relativ oft wird ein bisschen was vom Preis abgezogen, weil sie die Scheiben noch polieren, wenn sie nicht einwandfrei aussehen. Oft wird aber dennoch besser bezahlt, als bei Ankäufern über’s Internet. Außerdem kaufen sie auch teilweise Sachen an, die bei anderen Ankäufern nicht genommen werden.

spenden:

  • Umsonstladen im Niemandsland. Hier kann man Dinge hinbringen oder Dinge mitnehmen oder beides oder keins. Der Umsonstladen hat Freitags und Samstags von 14:00 – 18:00 Uhr auf. Es ist ein richtig schöner, kleiner “Laden” 🙂
    Niemandsland e.V.
    Heerstraße 19
    40227 Düsseldorf
  • Bücherschränke:
    – eine Liste über Bücherschränke in Düsseldorf gibt es beim Literaturbüro NRW
    – eine unvollständige (nichts desto trotz sehr umfangreiche) Aufstellung von Bücherschränken in Deutschland, sortiert nach Bundesländern und dann nach Städten, gibt es auf Wikipedia. Hier sieht man auch, wer den jeweiligen Bücherschrank betreut.
  • Oxfam: Die gespendeten Artikel werden von ehrenamtlichen Kräften im Ladengeschäft verkauft. Der Erlös geht an Oxfam Deutschland e.V., die damit ihre entwicklungspolitische Arbeit finanzieren. Oxfam engagiert sich weltweit, um Menschen in die Lage zu versetzen, dass sie sich selbst aus ihrer Armut befreien können.
    In Düsseldorf gibt es zwei Oxfam-Läden:
    Düsseldorf-Friedrichstadt: Friedrichstr. 25, 40217 Düsseldorf
    Düsseldorf-Pempelfort: Nordstr. 9, 40477 Düsseldorf
    Veraltete Sachbücher, Elektrogeräte und noch ein paar Dinge werden von Oxfam nicht angenommen. Hier findet ihr die Infos dazu: Sachen spenden bei Oxfam
  • Sozialkaufhäuser:
    Davon gibt es mehrere. Oft werden sie von Caritas oder Diakonie betrieben. Spenden werden angenommen und zu geringen Preisen weiterverkauft. Der Erlös dient oft dem Erhalt des Projektes. Die Angestellten sind oft Menschen, die auf dem normalen Arbeitsmarkt keine Chance haben.
    Hier finden sich Aufstellungen (unvollständig):
    – www.branchen-duesseldorf.de hat eine Aufstellung von Sozialkaufhäusern
    – Fairhaus, eine Tochter der Diakonie, betreibt sieben Sozialkaufhäuser in Düsseldorf
    – Die Grünen-Fraktion NRW hat eine Sozialkaufhaus-Liste für NRW
    Elektrogeräte und Möbel (und vielleicht auch noch das ein oder andere) werden nicht von allen angenommen. Also am besten vorher nachfragen.
    Wie die einzelnen Sozialkaufhäuser in Düsseldorf sind, können wir nicht sagen. Bei uns in Ratingen gibt’s eines, direkt bei uns um die Ecke. Da bringen wir unsere Sachen hin.
    Also einfach mal hingehen und anschauen!
  • Give Boxen:
    Davon gibt es auch in vielen Städten inzwischen welche.
    Hier ist ein Verzeichnis, das von jedem / jeder gepflegt werden kann (und muss, um aktuell zu sein): www.givebox.eu
    Auf Facebook gibt es allgemein eine Seite zu Giveboxen (da gibt es unter “Standorte” teilweise sogar Bildchen) und auch eine für die Düsseldorfer Give-Boxen (leider ohne eine Standorte-Übersicht).
    Die Givebox Wersten hat eine Übersichtskarte von Giveboxen in Düsseldorf, die einen sehr guten Eindruck macht.
    Alex hat uns in den Kommentaren diese hier empfohlen:
    “GiveBox” in Düsseldorf, auf der Sonnenstr./Lessingplatz.
    Hier ändert sich aber auch oft etwas. Wenn ihr eine tolle Givebox kennt, oder ein Tipp hier von uns veraltet ist, dann schreibt uns das bitte.

Wir bauen diesen Artikel aus und werden die Infos auch als statische Seite in unseren Blog einbauen. Wenn Ihr noch andere Tipps oder Annahmestellen habt, schreibt sie uns bitte in die Kommentare.

 

6 Antworten
  1. Nanne
    Nanne says:

    Danke für den Tipps mit der Sozial-Aktien-Gesellschaft – dort schicke ich jetzt noch ein paar gute Sachen hin, die mir immer zu schade zum Weggeben waren. Ich benutze sie aber selbst nicht mehr.
    Übrigens ist euch da ein kleiner Fehler unterlaufen – die Mitarbeiter arbeiten nicht ehrenamtlich, sondern es ist eine Beschäftigungs- und Qualifizierungsmaßnahme für arbeitslose Menschen. Auch gut.
    Liebe Grüße
    Nanne

    Antworten
    • andrea
      andrea says:

      Liebe Nanne,

      vielen Dank für Deinen Kommentar und Deinen Hinweis. Tatsächlich arbeiten sogar beide Sorten Leute dort – wie wir inzwischen festgestellt haben (dank Deines Hinweises).
      Circa 1/3 Ehrenamtliche und 2/3 Menschen, die mit 1-Euro-Jobs dort arbeiten und auf dem normalen Arbeitsmarkt sehr schlechte Chancen haben.

      Viele Grüße!
      Andrea

      Antworten
    • andrea
      andrea says:

      Hallo Philipp,

      danke für Deinen Hinweis. Wir haben noch einen Link zu Oxfam aufgenommen, wo sie auflisten, was man bringen und was man nicht zu ihnen bringen kann.

      Liebe Grüße
      Andrea

      Antworten
  2. Thomas
    Thomas says:

    Ich habe auch schon einiges gespendet, aber auch Momox in Anspruch genommen und muss sagen, dass ich sehr zufrieden damit war. Sicherlich kann man nicht das große Geld damit machen, aber der ein oder andere Euro kommt da auf jeden Fall zusammen und das sollte man nutzen.

    Antworten

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