Wohne ich hier noch?

Nach gut eineinhalb Wochen, in denen ich meinen Vater in Oberschwaben – ein paar hundert Kilometer weit weg – besucht habe, komme ich nach Hause. Chris holt mich am Bahnhof ab :-))
Ein bisschen bin ich ja schon vorgewarnt, bevor ich unsere Wohnung betrete. Er hatte mit dem Einpacken an den letzten ein bis zwei Tagen begonnen, als ich noch da war. Ich weiß, dass er alle seine Sachen eingepackt hat – und das ein oder andere gemeinsame. Er hatte mir auch via Skype ein paar Bilder gezeigt.

Aber als ich dann zuhause bin, sind einige Ecken in unserer Wohnung doch verdammt kahl!  Weiterlesen

Tag 5 von “der simulierte Umzug”

Heute habe ich was aus einem Karton geholt. Ein LCD-Display mit Ansteuerungselektronik und Platine für den Rasperry PI. Bei mir lag es über 6 Monate herum, jetzt bekommt es das Chaosdorf. Die können das Display bestimmt besser gebrauchen.

Tag 4 von “der simulierte Umzug” – Ich brauche keine Packing Party

“Ich bin auch Minimalist, weil das meiste Zeug, was ich habe, mir nichts bedeutet. Ich könnte es jederzeit weggeben”. Das sagte mal ein Freund zu mir, nachdem wir gefühlte drei Stunden über Minimalismus geredet hatten. Mein Verstand stand für ein paar Sekunden still. Nein, das ist eben nicht Minimalismus.

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Tag 3 von “der simulierte Umzug” – Ruhe stellt sich ein

Eigentlich wollte ich heute eine Liste der Dinge veröffentlichen, die (noch) nicht in den Kartons gelandet sind. Aber ist es wirklich so wichtig zu wissen, dass ich jetzt mit 2 Gabeln, anstelle von 6 zurecht komme? Was mir wichtiger erscheint ist diese Ruhe zu beschreiben, die sich eingestellt hat. Ich betrachte meinen Kleiderschrank, die Küche, den Arbeitsbereich, das Bad und Schlafzimmer und es gibt kaum Ecken mehr, die Aufmerksamkeit benötigen. Es liegen keine Sachen herum die benutzt werden wollen. Ich habe im Augenblick alles um mich herum was ich brauche und nicht mehr.

Das ist ein tolles Gefühl der Ruhe, das will ich behalten 🙂

Fortsetzung folgt …

 

Tag 2 von “der simulierte Umzug” – Unnötige Kartons

Andrea ist heute morgen zu Ihrer Verwandtschaft gefahren. Während Ihrer mehrstündigen Fahrt hat sie mir mitgeteilt, dass sie im Zug an der Transkription des letzten Interviews für Ihr Buch arbeitet. Segnungen der Technik. Arbeiten wo und wann man will. Coole Sache das.

Ich hab mich dann mal aufgemacht und ein paar gemeinsame Sachen verpackt. Solange meine Frau weg ist, möchte ich so wenig wie möglich um mich herum haben. Leider haben sich dabei zwei rote Kartons (solche wo man so schön eine ganze Menge Dokumente drin vergessen kann) materialisiert. Plötzlich waren sie da und gingen auch nicht mehr weg. Keine Ahnung warum mir die nicht schon früher aufgefallen waren. Vorsichtig entfernte ich den Deckel. Es verschlug mir den Atem. Hier waren also die Unterlagen, die ich seit Jahren gesucht hatte. Fette Fragezeichen schwirrten um mich herum und nahmen mir die Sicht. Als die Fragezeichen verdunstet waren, blieb mir nichts anderes übrig als zu seufzen. Ich hasse Papierkram, das ist für mich das schlimmste überhaupt. Mist!

Nach einem starken Kaffee sah die Welt schon wieder anders aus. Ich fühlte mich ein wenig wie Indiana Jones, der einen längst vergessenen Schatz gehoben hat und nun verzweifelt versucht Ihn wieder loszuwerden, weil ihm ein paar Gauner auf den Fersen sind. In meinem Fall sind es Aktenordner anstelle von Gaunern, aber das kommt für mich auf das selbe raus. Eine Frage bleibt: Gibt es noch mehr solcher grauenhaften Dinge, die im Schatten meiner Existenz lauern? Fortsetzung folgt …