Tag 4 von “der simulierte Umzug” – Ich brauche keine Packing Party

“Ich bin auch Minimalist, weil das meiste Zeug, was ich habe, mir nichts bedeutet. Ich könnte es jederzeit weggeben”. Das sagte mal ein Freund zu mir, nachdem wir gefühlte drei Stunden über Minimalismus geredet hatten. Mein Verstand stand für ein paar Sekunden still. Nein, das ist eben nicht Minimalismus.

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Tag 3 von “der simulierte Umzug” – Ruhe stellt sich ein

Eigentlich wollte ich heute eine Liste der Dinge veröffentlichen, die (noch) nicht in den Kartons gelandet sind. Aber ist es wirklich so wichtig zu wissen, dass ich jetzt mit 2 Gabeln, anstelle von 6 zurecht komme? Was mir wichtiger erscheint ist diese Ruhe zu beschreiben, die sich eingestellt hat. Ich betrachte meinen Kleiderschrank, die Küche, den Arbeitsbereich, das Bad und Schlafzimmer und es gibt kaum Ecken mehr, die Aufmerksamkeit benötigen. Es liegen keine Sachen herum die benutzt werden wollen. Ich habe im Augenblick alles um mich herum was ich brauche und nicht mehr.

Das ist ein tolles Gefühl der Ruhe, das will ich behalten 🙂

Fortsetzung folgt …

 

Tag 2 von “der simulierte Umzug” – Unnötige Kartons

Andrea ist heute morgen zu Ihrer Verwandtschaft gefahren. Während Ihrer mehrstündigen Fahrt hat sie mir mitgeteilt, dass sie im Zug an der Transkription des letzten Interviews für Ihr Buch arbeitet. Segnungen der Technik. Arbeiten wo und wann man will. Coole Sache das.

Ich hab mich dann mal aufgemacht und ein paar gemeinsame Sachen verpackt. Solange meine Frau weg ist, möchte ich so wenig wie möglich um mich herum haben. Leider haben sich dabei zwei rote Kartons (solche wo man so schön eine ganze Menge Dokumente drin vergessen kann) materialisiert. Plötzlich waren sie da und gingen auch nicht mehr weg. Keine Ahnung warum mir die nicht schon früher aufgefallen waren. Vorsichtig entfernte ich den Deckel. Es verschlug mir den Atem. Hier waren also die Unterlagen, die ich seit Jahren gesucht hatte. Fette Fragezeichen schwirrten um mich herum und nahmen mir die Sicht. Als die Fragezeichen verdunstet waren, blieb mir nichts anderes übrig als zu seufzen. Ich hasse Papierkram, das ist für mich das schlimmste überhaupt. Mist!

Nach einem starken Kaffee sah die Welt schon wieder anders aus. Ich fühlte mich ein wenig wie Indiana Jones, der einen längst vergessenen Schatz gehoben hat und nun verzweifelt versucht Ihn wieder loszuwerden, weil ihm ein paar Gauner auf den Fersen sind. In meinem Fall sind es Aktenordner anstelle von Gaunern, aber das kommt für mich auf das selbe raus. Eine Frage bleibt: Gibt es noch mehr solcher grauenhaften Dinge, die im Schatten meiner Existenz lauern? Fortsetzung folgt …

Tag 1 von “der simulierte Umzug” – Warum (noch) nicht alles eingepackt ist

Als ich heute morgen aufgewacht bin, war plötzlich das Wochenende vorbei und immer noch sind nicht alle Sachen eingepackt. Ich habe am Wochenende nämlich zwei Dinge festgestellt:

  1. Es gibt neben meinen Sachen und denen meiner Frau eine weitere Kategorie: Gemeinsames Zeug, das auch nicht so einfach weggepackt werden kann.
  2. Sobald du einige Dinge in die Hand nimmst, fangen sie an, dich in Gespräche zu verwickeln und es fällt zum Teil sehr schwer, sie weg zu legen.

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Der simulierte Umzug

umzugskartons

 

Es ist mal wieder soweit, Weihnachten steht vor der Tür. Einige fangen bereits jetzt an Geschenke einzupacken. Ich packe gleich meine ganze Wohnung ein. Auf Englisch heißt so etwas „Packing Party“, die Idee stammt von der Webseite „The Minimalists“. Auf Deutsch nenne ich das ganz unspektakulär „Der simulierte Umzug“, ohne Party. Sonst müsste ich ja gleich wieder aufräumen, wenn die Party vorbei ist.

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