Wir und der Minimalismus

Minimalisten – wie kam das denn plötzlich?

Ich glaube so plötzlich kam das gar nicht. Als wir uns vor 17 Jahren kennen lernten, wohnte ich in einem WG-Zimmer und Chris in einem 1-Zimmer-Appartment. Ich hatte Berufe-Sammeln gespielt und er arbeitete an der Universität. Die typischen Ziele von “heiraten, Haus bauen, Kinder kriegen” hatten wir beide nicht.

Eine Freundin hatte zu meinem Zimmer mal gesagt, dass es sehr kahl und nüchtern sei. Nun, es war absichtlich so. Ich war in einer neuen Stadt und wollte mich nicht in ein gemütliches Heim einigeln, sondern raus gehen, Menschen kennenlernen, etwas unternehmen. Aber Einigeln ist viel einfacher als raus zu gehen ins Unbekannte. Es braucht keine Überwindung dazu. So habe ich mir das Einigeln absichtlich erschwert. Und es hat auch funktioniert. Ich habe mich deshalb dennoch nicht unwohl gefühlt in meinem Zimmer. Ich empfand es auch als schön und klar. Nur halt nicht kuschelig.

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