Neunzehntes Zitat-Türchen – 19. Dezember – Freitag

Stern19

„Es sind nicht die Dinge, die uns beunruhigen, sondern was wir über die Dinge denken.“ (Seneca / Epiktet)

Minimalismus, Konzentration auf das Wesentliche tut nicht nur bei den Dingen um uns herum gut, sondern auch bei den Gedanken in unserem Kopf.
Wenn wir unsere Gedanken als Quelle der Beunruhigung anerkennen, holen wir damit die Beunruhigung wieder in unseren Einflussbereich. Dann können wir beeinflussen, wie beunruhigend etwas für uns ist, und sind nicht hilflos ausgeliefert.

Wir wünschen euch einen guten gedanklichen Umgang mit allem, was auf euch einprasselt.
Habt einen schönen 19. Dezember!

 

Das heutige Zitat wird in verschiedenen Quellen sowohl Seneca (ca. 1 bis 65 n.d.Z., von ihm war unser gestriges Zitat) als auch Epiktet (ca. 50 bis ca. 138 n.d.Z.) zugesprochen. Da sie beide Stoiker waren, könnte dieser Gedanke auch einfach zum stoischen Gedankengut gehören, wobei Seneca natürlich früher dran war.
Über Seneca haben wir schon im Siebzehnten Zitat-Türchen geschrieben. Heute also noch ein bisschen zu Epiktet:

Über Epiktets Lebensdaten ist nicht viel konkretes bekannt. Er wird um das Jahr 50 n.d.Z. geboren und stirbt um das Jahr 130 n.d.Z. Im hohen Alter hat er noch ein Waisenkind aufgenommen. Manche Quellen sagen, er hätte auch noch geheiratet.
Zusammen mit Marc Aurel und Seneca zählt er zu den bedeutendsten Stoikern der jüngeren Stoa.
Er kommt als Sklave nach Rom und hat dort – noch als Sklave – die Möglichkeit, Philosophie zu studieren. Nach dem Tod von Kaiser Nero (68 n.d.Z.) wird er freigelassen und lehrt selbst. Unter Kaiser Domitian werden um das Jahr 90 herum Philosophen aus Italien ausgewiesen. Epiktet geht mit seinen Schülern nach Nikopolis in Griechenland. Dort gründet er seine eigene Philosophie-Schule, die großen Zulauf hat, und lehrt bis zu seinem Tod.
Zentral in seiner Philosophie ist der Gedanke der Freiheit, die für ihn bedeutet, dass man sich unabhängig macht von äußeren Einflüssen, die außerhalb des eigenen Einflussbereiches liegen und sich auf das konzentriert, was man beeinflussen kann – wie es auch das heutige Zitat darstellt.

Quellen: Wikipedia, philosophie-der-stoa.de und <a title=”www.philo.uni-saarland.de” href=”http://www.philo.uni-saarland visit the website.de/people/analytic/strobach/alteseite/veranst/therapy/epiktet.html” target=”_blank”>www.philo.uni-saarland.de

 

0 Antworten

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Wollen Sie an der Diskussion teilnehmen?
Feel free to contribute!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*